
"kein tagebuch."
gesehen, gelesen, gedacht, gesprochen.
zwei die einzeln scheinen
22.05.06
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zwei die einzeln scheinen
nur zum schein sich einen
mit den menschen spielen
haben nichts zu verlieren
zwei die etwas suchen
in denen gedanken spuken
die ein gefühl haben
als sein da blätter im kragen
die kann niemand halten
lass es nicht erkalten
zeig ihnen was du denkst
damit du sie nicht kränkst
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but you say
06.11.05
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all das was er nicht sehr konnte
hat er dieses mal versucht
ein wink dacht er hätt ihn gerufen
wie konnte er nur falsch verstehen
sie zeigte sprache, kochkunst, witz
tiefgang im großen
spaß am tanzen
man will verdammt sein
was gibt es schöneres als zu sehen
das sie bei ihm scheint zu verstehen
doch dann zerbricht das schöne
nach einer halben nacht
denn schon beim ersten kuss
war beiden klar
dass nichts mehr hier
und nie mehr da
der eine hats sofort kapiert
war trotzdem ziemlich angepisst
sie wollts nicht lassen
rumgeredet wars
erst jetzt versteht er was passiert
kennt die fehler
und doch nicht schlau
immer allein
wer will schon ändern wie er ist
will masken setzen - schon jetzt
i say fuck the system
but you say: der nächste bitte
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nicht den anschluss verlieren
06.10.05
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ein professor sagte mir einmal, man müsse denjenigen, die einem intelektuell nicht folgen können, nicht immer alles erklären. doch was bringt ein gedanke, wenn man ihn mit niemandem teilt?
aber tatsache ist sicher, das eine idee, die man zu oft erklärt, an wert verliert. sie wird einfach irgendwann auf den konsens zwischen den diskutierenden reduziert. ein fall von "weniger als die summe der einzelnen teile".
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im bus
30.06.05
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eine alte frau versucht mühevoll die stufe in den bus zu meistern. ein vielleicht 16jähriger mit einem blutroten che-shirt hilft ihr.
als sie sich neben ihn fallen lässt und ein gespräch beginnen will, starrt er verstört aus dem fenster.
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ich komm schon klar
30.06.05
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ihr mit euren perfekten leben
ihr, die ihr immer auf uns herabschaut
tut so, als würde die sonne nur für euch scheinen
als wär das glück auf eurer seite
aber nimm das:
ich will das nicht! ich will dich nicht!
die sonne wird aufgehen
für mich und uns
noch bevor du es merkst
seh ich dich
nicht von unten
nicht von oben
nicht von hinten
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dazu gelernt
23.06.05
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schon was gekriegt
nichts gegeben
viel getan
bedingungslos ergeben
gern getan
gern geschehen
geschehe es
wie es soll
ist es
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was wollen wir eigentlich?
24.05.05
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normen adé. warum nicht? hattest du schonmal das gefühl, sie wollen etwas, dass sie aber eigentlich doch nie erreichen möchten? ja, sie haben sogar angst davor! oder andersrum gesagt: wer so ist, wie sie sich ihn alle wünschen, wird gehasst. angst vor der perfektion. ist es das? oder spiegelt sich in dem ideal zwar der wunsch, aber gleichzeitig auch das eigene unvermögen, nicht zu sein wie man will oder es von anderen verlangt?
perfekt heißt hier nicht, dass es keine ecken und kanten gibt. dass sie das wollen sollte klar sein, obwohl man auch dafür schon hinter die fassade geschaut haben sollte, denn funk und fernsehen zeigen uns täglich glatte haut.
doch was kommt danach? wieder zurück zu dem gelaber, den floskeln und höflichkeiten? traut euch was! checkt doch mal das aus, was ihr wollt!
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neue perspektiven des webdesigns
17.04.05
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in den letzten tagen habe ich im internet völlig neue seiten des webdesigns entdeckt. die alte frage nach dem einklang von funktion und ästhetik wird hier auf charmante art und weise gelöst.
ein beispiel hierfür ist der auftritt von andreas kalt. hier werden komplexe inhalte äußerlich sehr schön gestaltet und ich fühlte mich sofort zum lesen einiger artikel aufgefordert.
thematisch geht es vor allem um webdesign, was aber auch unbedarfte köpfe nicht abeschrecken sollte, einmal vorbeizuschauen.
zugegebenermaßer habe ich mir auf der seite auch eine idee geklaut: nämlich diese rubrik, die bei andreas kalt als weblog auftaucht. ich finde eine solche sparte sehr cool, um einfach alltägliches zu notieren und kommentare darauf zu erhalten.
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vollidiot
08.04.05
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vollidiot: ein typ namens simon und seine depression. mitten in der zeit, die die blüte seines lebens sein soll, kriegt er sein leben nicht mehr auf die reihe. sofort stehen von allen seiten tolle tipps zur verfügung. einige davon nimmt er an, doch nichts klappt so recht.
mit viel ironie und subtilem humor versetzt tommy jaud uns in die lage des sympathischen arschlochs. dabei will er, dass sich verdammt nochmal jeder single damit indentifizieren kann. schafft er auch.
unterhaltsam meinetwegen. aber nicht gehaltlos. manchmal etwas zu viel "wahrheit".
der roman vollidiot von tommy jaud ist 2004 als taschenbuch im argon-verlag erschienen.
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der anfang für die sinne
das wort in deinem ohr
der ton in deinem kopf
das bild in deinem auge
der geschmack in deinem mund
das gefühl in deiner hand
der geruch in deiner nase
was der verstand daraus macht
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